Raumtrocknung mit Kondensationstrocknern
Kondensationstrockner entziehen der Raumluft Feuchtigkeit, Ventilatoren bewegen die Luft an den nassen Flächen. Geeignet für oberflächlich durchfeuchtete Wände, Decken und Böden.
Technische Trocknung
Wenn Wasser in Bauteile eingedrungen ist, reicht Lüften nicht. Wir messen, wo die Feuchtigkeit sitzt, trocknen mit dem passenden Verfahren und dokumentieren jeden Schritt – bis die Werte die Wiederherstellung zulassen.
Einsatz in der Region: Nach dem Freilegen der Leitungen trocknen Geräte den betroffenen Bereich.
Nach einem Rohrbruch oder einer Leckage trocknet die Oberfläche eines Bauteils meist innerhalb weniger Tage ab. Die Feuchtigkeit darunter bleibt: in Mauerwerk und Putz, in Estrich und Dämmschicht, in Holzbalkendecken oder hinter Vorsatzschalen. Raumluft erreicht diese Bereiche kaum. Ohne technische Trocknung bleiben die Bauteile über Wochen oder Monate feucht – mit steigendem Risiko für Schimmel, Geruch, Ablösungen von Putz und Belägen und im schlimmsten Fall Schäden an der Bausubstanz.
Technische Gebäudetrocknung bedeutet, dieser Feuchtigkeit gezielt den Weg nach außen zu öffnen: durch trockene, bewegte Luft an den richtigen Stellen, durch Wärme, wo sie hilft, und durch gezielte Öffnungen, wo die Feuchtigkeit sonst eingeschlossen bliebe.
Jede Trocknung beginnt mit der Feuchtemessung. Wir prüfen die betroffenen Räume großflächig mit zerstörungsfreien Messverfahren und ergänzen, wo nötig, Tiefenmessungen über kleine Bohrungen. Das Ergebnis zeigt, welche Bauteile betroffen sind, wie tief die Feuchtigkeit reicht und ob angrenzende Räume mit einbezogen werden müssen. Erst auf dieser Grundlage legen wir das Verfahren fest.
Verfahren
Die Auswahl richtet sich nach Befund, Material und Aufbau – nicht nach Standard. Häufig kombinieren wir mehrere Verfahren.
Kondensationstrockner entziehen der Raumluft Feuchtigkeit, Ventilatoren bewegen die Luft an den nassen Flächen. Geeignet für oberflächlich durchfeuchtete Wände, Decken und Böden.
Bei tiefer durchfeuchtetem Mauerwerk werden Trocknung und Luftführung direkt am Bauteil konzentriert, bei Bedarf mit Wärme oder gezielten Öffnungen in Vorsatzschalen.
Wenn die Dämmschicht unter dem Estrich nass ist, wird sie über Bohrungen oder Randfugen getrocknet. Mehr dazu auf der eigenen Leistungsseite.
Abgehängte Decken, Holzbalkendecken und Hohlräume werden über kleine Öffnungen mit trockener Luft durchströmt, damit eingeschlossene Feuchtigkeit entweichen kann.
Bei Staub, Geruch oder Verdacht auf Schimmel setzen wir Luftreiniger mit Filtern ein, damit die Raumluft während der Arbeiten nicht zusätzlich belastet wird.
In festen Abständen messen wir den Fortschritt an dokumentierten Messpunkten. Die Trocknung endet, wenn die Werte die Wiederherstellung zulassen.
Betroffene Bauteile
Während der Trocknung bereiten wir bereits die Wiederherstellung vor: Wir klären, welche Materialien ersetzt werden müssen, welche Oberflächen neu aufgebaut werden und ob Fachpartner eingebunden werden. So entsteht keine Lücke zwischen dem Abbau der Geräte und dem Beginn der Sanierung. Mehr dazu unter Wiederherstellung nach Wasserschaden.
Sie erhalten von uns ein Trocknungsprotokoll mit Messwerten, Messpunkten, Gerätelaufzeiten und Stromverbrauch sowie Fotos der Ausgangslage. Diese Unterlagen können Sie direkt bei Ihrer Versicherung oder Hausverwaltung einreichen. Ob und in welchem Umfang eine Versicherung Kosten übernimmt, hängt vom Vertrag und vom konkreten Fall ab; eine Zusage können wir nicht geben.
Damit Sie realistisch planen können:
Fragen zur Trocknung
Bei oberflächlicher Nässe – etwa einem kurz eingetretenen Wasserfleck auf Fliesen – kann das ausreichen. Sobald Wasser in Estrich, Dämmschichten, Mauerwerk, Putz oder Holzbauteile eingedrungen ist, reicht Lüften und Heizen in aller Regel nicht. Die Feuchtigkeit sitzt dann in Bauteilen, die kaum Luftkontakt haben, und trocknet über Wochen oder Monate nicht ab. In dieser Zeit können sich Schimmel und Geruch entwickeln, während die Oberfläche längst trocken wirkt.
Deshalb messen wir zuerst, wo und wie tief die Feuchtigkeit steckt, und entscheiden dann, ob und welche technische Trocknung sinnvoll ist.
Mit Messgeräten, die Feuchtigkeit an der Oberfläche und in der Tiefe erfassen. Zerstörungsfreie Verfahren zeigen die Verteilung der Feuchte großflächig an, zum Beispiel im Vergleich mit trockenen Referenzflächen. Für belastbare Werte in Estrich und Dämmschicht sind meist Bohrungen oder kleine Öffnungen nötig, an denen direkt gemessen wird.
Die Messwerte dokumentieren wir mit Messpunkten und Datum. Sie sind die Grundlage für die Trocknungsplanung und später für den Nachweis, dass die Bauteile wieder trocken sind.
Das hängt von den betroffenen Bauteilen, der Wassermenge, dem Fußbodenaufbau und der Dauer des Wassereintritts ab. Ein leicht durchfeuchteter Wandbereich kann innerhalb weniger Tage trocken sein, eine nasse Dämmschicht unter einem Estrich benötigt in der Regel mehrere Wochen. Eine feste Dauer versprechen wir bewusst nicht.
Was wir tun: Wir kontrollieren den Fortschritt mit Messungen und beenden die Trocknung erst, wenn die Werte die Wiederherstellung zulassen – nicht früher und nicht unnötig später.
In den meisten Fällen ja. Die Geräte laufen in der Regel dauerhaft, erzeugen Wärme und ein gleichmäßiges Geräusch. Betroffene Räume sind eingeschränkt nutzbar, angrenzende Räume meist normal. Ob Schlafräume betroffen sind, wie laut die Geräte sind und ob ein vorübergehender Auszug sinnvoll ist, besprechen wir vor Ort. Bei Schimmelbefall gelten zusätzliche Regeln, etwa Abschottungen der betroffenen Bereiche.
Kondensationstrockner und Ventilatoren erzeugen ein gleichmäßiges Betriebsgeräusch, vergleichbar mit einem laufenden Kühlschrank bis hin zu einem Lüfter auf hoher Stufe. Geräte für die Dämmschichttrocknung sind lauter und werden deshalb mit Schalldämpfern oder in weniger genutzten Räumen aufgestellt, soweit es die Technik zulässt. Wir stellen die Geräte so auf, dass sie wirksam arbeiten und den Alltag so wenig wie möglich stören.
Trocknungsgeräte laufen über Tage oder Wochen, der Stromverbrauch ist deshalb Teil des Schadens. Wir erfassen die Zählerstände beim Auf- und Abbau der Geräte beziehungsweise setzen Zwischenzähler ein und halten die Verbrauchswerte im Trocknungsprotokoll fest. Diese Unterlagen können Sie bei Ihrer Versicherung einreichen; ob und wie Stromkosten erstattet werden, richtet sich nach dem Vertrag.
Je früher gemessen wird, desto kleiner bleibt der Schaden. Rufen Sie an oder melden Sie den Schaden online – wir melden uns so schnell wie möglich.
Wir melden uns so schnell wie möglich. Schäden und Trocknungsanfragen werden priorisiert.