Wasserschaden? Rufen Sie uns direkt an. 06028 997397 Wir melden uns so schnell wie möglich.

Checkliste

Die ersten Schritte bei einem Wasserschaden

In dieser Reihenfolge – und nur, soweit es für Sie gefahrlos möglich ist.

Bei Gefahr für Menschen, starkem Wassereintritt, Wasser im Bereich des Sicherungskastens oder Gasgeruch: zuerst Notruf 112 beziehungsweise Ihren Versorger kontaktieren. Betreten Sie keine überfluteten Räume, in denen der Strom noch eingeschaltet ist.

  1. Wasserzufuhr stoppen

    Bei Rohrbruch oder undichter Leitung den Hauptwasserhahn schließen – meist im Keller oder Hausanschlussraum. Bei Geräteschäden (Waschmaschine, Spülmaschine) das Absperrventil am Gerät zudrehen. Bei Wasser von oben die Nachbarn oder die Hausverwaltung informieren.

  2. Strom sichern

    Steht Wasser in der Nähe von Steckdosen, Geräten oder dem Verteiler, betroffene Sicherungen ausschalten – im Zweifel den Hauptschalter. Keine Geräte im Nassbereich anfassen, solange sie unter Spannung stehen könnten.

  3. Stehendes Wasser beseitigen

    Nur wenn sicher: Wasser aufnehmen, mit Eimer, Wischer oder Nasssauger. Große Mengen oder Wasser aus dem Kanal (Rückstau) überlassen Sie besser Fachleuten.

  4. Inventar schützen

    Möbel auf Folie oder Klötze stellen, Elektrogeräte, Teppiche und Textilien aus dem nassen Bereich bringen, wichtige Unterlagen sichern.

  5. Dokumentieren

    Fotos vom Wasserstand, von der Ursache, von beschädigten Gegenständen und Bauteilen. Notieren Sie Zeitpunkt der Entdeckung und was Sie unternommen haben. Beschädigte Materialien nicht vorschnell entsorgen.

  6. Versicherung informieren

    Melden Sie den Schaden zeitnah – bei Mietwohnungen zusätzlich dem Vermieter oder der Verwaltung. Schadenmindernde Maßnahmen wie eine Trocknung dürfen Sie parallel einleiten.

  7. Nichts überdecken

    Feuchte Wände und Böden nicht streichen, tapezieren oder mit Möbeln zustellen. Lüften hilft an der Oberfläche, ersetzt aber keine Trocknung tief durchfeuchteter Bauteile.

  8. Fachbetrieb einschalten

    Rufen Sie uns an oder melden Sie den Schaden online. Wir klären mit Ihnen, ob und wie schnell eine Trocknung eingerichtet werden sollte.

Einordnung

Reicht Heizen und Lüften?

Bei kleinen Mengen Wasser auf dichten Oberflächen – Fliesen, versiegeltes Parkett, Kunststoffbeläge – kann gründliches Aufwischen und Lüften genügen. Anders sieht es aus, wenn Wasser in Bauteile eingedrungen ist. Typische Anzeichen:

  • Wasser hat länger als einige Stunden gestanden oder ist unbemerkt ausgetreten.
  • Laminat oder Parkett wölbt sich, Fliesen klingen hohl, Beläge lösen sich.
  • Wände oder Sockel bleiben über Tage dunkel oder fühlen sich kühl und feucht an.
  • Es riecht muffig, obwohl gelüftet wird.
  • Der Boden ist ein schwimmender Estrich mit Dämmschicht (Standard im Wohnungsbau).

In diesen Fällen ist eine Feuchtemessung der richtige nächste Schritt. Sie zeigt, ob eine technische Trocknung nötig ist – oder ob Sie beruhigt abwarten können. Mehr dazu unter Gebäudetrocknung und Ablauf der Schadenbeseitigung.

Typische Ursachen und was sie bedeuten

  • Rohrbruch und Leitungswasserschaden: Häufigster Fall, meist über die Wohngebäude- oder Hausratversicherung abgedeckt. Die Leitung wird von einem Sanitärbetrieb repariert, wir kümmern uns um Trocknung und Wiederherstellung.
  • Undichte Anschlüsse an Geräten: Oft unbemerkt über längere Zeit – dann ist die Dämmschicht meist betroffen.
  • Starkregen, Rückstau, Hochwasser: Elementarschaden; Versicherungsschutz nur mit entsprechender Deckung. Bei Abwasser hygienisch anspruchsvoll, häufig mit Rückbau.
  • Feuchte Wände ohne erkennbare Ursache: Ursache klären lassen, bevor saniert wird – gegebenenfalls koordinieren wir eine Leckageprüfung mit Fachpartnern.

Fragen

Häufige Fragen in den ersten Stunden

Was sollte ich bei einem Wasserschaden zuerst tun?

Zuerst die Ursache stoppen, soweit das gefahrlos möglich ist: Hauptwasserhahn oder das Absperrventil der betroffenen Leitung schließen. Dann Strom im betroffenen Bereich abschalten, wenn Wasser in der Nähe von Steckdosen, Geräten oder Verteilern steht. Anschließend Möbel, Elektrogeräte und wichtige Gegenstände aus dem nassen Bereich bringen und den Schaden mit Fotos dokumentieren.

Danach rufen Sie uns an. Wir besprechen mit Ihnen, ob eine Trocknung kurzfristig eingerichtet werden sollte und welche Schritte in Ihrem Fall sinnvoll sind. Bei Gefahr für Personen, starkem Wassereintritt oder unklarer elektrischer Situation ist der Notruf beziehungsweise der Versorger die richtige Adresse.

Wann muss der Strom abgeschaltet werden?

Sobald Wasser mit Steckdosen, Verteilerdosen, Elektrogeräten, dem Sicherungskasten oder Leitungen in Kontakt gekommen sein könnte. Das gilt besonders bei Wasser an Decken und Wänden, weil Leitungen dort unsichtbar verlaufen. Schalten Sie in diesem Fall die betroffenen Sicherungen aus – oder bei Unsicherheit den Hauptschalter – und betreten Sie keine überfluteten Räume, in denen der Strom noch eingeschaltet ist.

Wir übernehmen keine Elektroarbeiten. Bei Zweifeln an der Sicherheit der Elektroinstallation ziehen wir mit Ihnen einen Elektrofachbetrieb hinzu, bevor Trocknungsgeräte angeschlossen werden.

Alle Fragen und Antworten

Unsicher, ob eine Trocknung nötig ist?

Beschreiben Sie uns kurz, was passiert ist. Wir sagen Ihnen ehrlich, ob Sie einen Fachbetrieb brauchen – oder nicht.

Wir melden uns so schnell wie möglich. Schäden und Trocknungsanfragen werden priorisiert.